Neurologische Krankheiten

Migräne: Behandlung und Prävention

Frau hat Kopfschmerzen
© blackday / Fotolia

Pulsierende Kopfschmerzen, die zwischen 4 und 72 Stunden andauern können, begleitet von Übelkeit und einer starken Licht- und Lärmempfindlichkeit, so manifestierten sich häufig Migräneattacken. Sie kommen fast immer unerwartet, können sich jedoch bei manchen Migränepatienten durch Sehstörungen, die sogenannte Auraphase, ankündigen.

Migräneattacken können bereits in der Kindheit auftreten und ihre Prävalenz steigt bis zum Erwachsenenalter. Frauen sind bis zu dreimal häufiger betroffen als Männer und die Migräneanfälle bei Frauen dauern oft auch länger an.

Chronische Migräne kann mit einer deutlich verminderten Lebensqualität einhergehen und kann die Lebensplanung der Betroffenen völlig verändern. Was sind also die Möglichkeiten der Prävention und Behandlung für Menschen, die Migräneattacken ausgesetzt sind? Im Folgenden eine Liste, der effektivsten Präventions- und Behandlungsansätze.

1. Medikamente

Es gibt eine Reihe von Over-the-Counter (OTC) als auch verschreibungspflichtige Medikamente, um eine Migräne zu behandeln.

Häufig zur Anwendung kommen nichtsteroidale entzündungshemmende Medikamente (NSAID). Es handelt sich um OTC-Medikamente wie Aspirin (Acetylsalicylsäure), Ibuprofen, Diclofenac und Naproxen. Dies sind die am weitesten verbreiteten Medikamente, die gegen Migräne eingesetzt werden. Diese Medikamente sind leicht verfügbar, kostengünstig und bei leichten bis mäßig schweren Anfällen wirksam.

Bei mittelschweren bis sehr starken Migräneattacken werden häufig Triptane verschrieben. Es handelt sich um Serotonin-Rezeptor-Agonisten, die, wie der Name schon sagt, selektiv Serotonin-Rezeptoren aktivieren. Niedrige Serotoninwerte werden in vielen Fällen als eine der Ursachen hinter einer Migräne vermutet. Triptane können eingesetzt werden, um dieses Ungleichgewicht zu regulieren, aber ein Triptan muss nicht bei jedem Betroffenen wirksam sein.

Ergotamin-Präperate können sofortige Schmerzlinderung bieten, werden in der Regel aber nur bei Menschen verschrieben, die selten unter Migräneattacken leiden oder deren Attacken für eine lange Zeit andauern. Ergotamin ist ein Vasokonstriktor, was bedeutet, dass es dazu führt, dass die Blutgefäße verengt werden. Auf Grund dessen kann es zu unangenehmen Herz-Kreislauf-Nebenwirkungen kommen, weshalb es sich nicht als Behandlungsmethode bei Patienten mit häufig auftretender Migräne empfiehlt.

Antiemetika: Da Migräneattacken oft schwere Übelkeit und Erbrechen verursachen, werden Antimetika verschrieben, die dem Gefühl der Übelkeit und dem Brechreiz entgegenwirken.

2. Akupunktur

Akupunktur kann eine wirksame alternative Behandlungsform bei chronischen Schmerzen sein. In Studien gab es Hinweise, dass Akupunktur sowohl die Häufigkeit als auch die Intensität von Migränenattacken ohne Aura reduzieren könnte. Bei der Migräne ohne Aura, handelt es sich um eine Migräneattacke, die nicht von Sehstörungen oder einer anderen vorübergehenden kognitiven Beeinträchtigung begleitet wird. Generell empfiehlt sich Akupunktur als erster Anlaufhafen für Menschen, die unter Migräne leiden und alternativen Behandlungsansätze ausprobieren möchten.

3. Prävention

Achten Sie darauf, genügend zu schlafen und vor allem die ganze Woche über geregelte Schlafzeiten einzuhalten. Viele Migränepatienten leiden unter Migräneattacken infolge eines unregelmäßigen Schlafrhythmus.

Nehmen Sie Magnesium zu sich, beispielsweise in Form von Brausetabletten. Magnesium ist ein Mineral, das eine Schlüsselrolle bei vielen Prozessen im Körper spielt, einschließlich des Stoffwechsels und der Regulierung des Blutdrucks. Einige Studien deuten darauf hin, dass verschiedene Arten der Magnesiumsupplementierung sich vorteilhaft bei der Verringerung der Intensität und Häufigkeit einer Migräne auswirken, obwohl es bei diesem Thema keinen einheitlichen Konsens unter Forschern gibt.

Es scheint, dass Coenzym Q10, wenn es neben anderen vorbeugenden Medikamenten eingenommen wird, in der Lage ist, sowohl die Schwere als auch die Häufigkeit von Migräneattacken zu reduzieren.

Riboflavin oder Vitamin B2.  Jüngste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass es als neuroprotektiver Wirkstoff wirken kann, der die Funktion und Struktur des Gehirns sichert und bei der Verringerung der Schwere der Migränekopfschmerzen helfen kann.

Kommentar schreiben

Klicken Sie hier, um einen Kommentar zu schreiben