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Leben Radfahrer länger?

Radfahrer
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Eine Studie veröffentlicht im britischen „The BMJ“ (medizinische Fachzeitschrift) kommt zu dem Ergebnis, dass Menschen, die sich auf den Weg zur Arbeit auf ein Fahrrad schwingen oder zu Fuß gehen, im Vergleich zu körperlich eher inaktiven Pendlern wie Autofahrern, ein reduziertes Sterberisiko aufweisen. Der größte positive Effekt konnte bei den Fahrradfahrern beobachtet werden.

Generell dürfte es niemanden überraschen, dass aktive Bewegung besser für die Gesundheit ist. Dementsprechend muss auch die Art der täglichen Fortbewegung einen signifikanten Einfluss auf die Gesundheit haben, jedoch wusste man bisher nicht genau, wie groß dieser tatsächlich ist.

In der Vergangenheit mussten sich Forscher immer wieder Kritik anhören, da beispielsweise nicht zwischen Fahrradfahrern und Fußgängern unterschieden wurde oder die Studien nicht korrekt von Störfaktoren bereinigt wurden. Genau aus diesen Gründen machte sich eine Gruppe von britischen Wissenschaftlern der Universität von Glasgow daran, eine groß angelegte und detaillierte Untersuchung zu dem Thema durchzuführen. Die Forscher schauten sich an, wie groß das Risiko für körperliche aktive Pendler ist, an kardiovaskuläre Krankheiten oder auch Krebs zu erkranken, und wie groß das allgemeine Sterberisiko für diese Gruppe im Vergleich zu inaktiven Pendlern ist.

Hierzu nutzten sie die Daten der UK Biobank, einer Datenbank mit medizinisch relevanten Daten von über 500.000 Briten im Erwachsenenalter, davon nutzten sie die Informationen von 264.377 Personen mit einem durchschnittlichen Alter von 53 Jahren und unterschiedlichen Fortbewegungsmitteln (aktive und inaktive), um zur Arbeit zu gelangen.

Radfahrer haben größten gesundheitlichen Nutzen

Die Entwicklung dieser Personen verfolgten die Forscher für 5 Jahre. Krankenhausaufhalte und Todesfälle wurden dokumentiert. Auch wurde die Studie von allen Störfaktoren wie Alter, Geschlecht, Ernährungsgewohnheiten usw. bereinigt. Man kam zu dem Ergebnis, dass Fußgänger im Vergleich zu inaktiven Pendlern ein niedrigeres Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen und ein vermindertes Sterblickeitsrisiko vorweisen konnten. Radfahrer schnitten dabei noch besser ab. Sie hatten das geringste Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, für Krebs, sowie das geringste Risiko bei der Gesamtsterblichkeit.

Für Einzelpersonen, die verschiedene Transportmethoden kombinierten, um zu ihrer Arbeitsstelle zu gelangen – also mit einer Kombination aus aktivem und nicht aktivem Verkehr – gab es auch erhebliche Vorteile, aber nur, wenn das Radfahren eine der genutzten Transportarten war. Auch die positiven Auswirkungen auf das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen bei Fußgängern waren nur signifikant, wenn pro Woche eine Strecke größer als 10 Kilometer zu Fuß zurückgelegt wurde.

 

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