Ernährung

Forscher entdecken Methode um Appetit bei Mäusen zu steuern

Forscherin in einem Labor
© Gorodenkoff / Fotolia

Forscher des Imperial College London haben einen neuen Weg gefunden, um in Mäusegehirnen genau die Rezeptoren zu kontrollieren, die den Appetit steuern. Die Methode der Forscher verursachte dabei keinerlei Nebenwirkungen.

Die Thyroid-Hormon-Rezptoren sind im ganzen Körper verteilt und interagieren mit den im Blut zirkulierenden Thyroid-Hormonen. Sie steuern dabei wichtige Funktionen, darunter auch die Regulierung des Appetits oder der Körpertemperatur. Aus diesem Grund muss ein Arzneimittel, dass mit Thyroid-Hormonen oder den Thyroid-Rezeptoren interagiert, äußerst spezifisch sein, um unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden, die sich negativ auf andere wichtige Körperfunktionen auswirken könnten. Den Wissenschaftlern ist jetzt genau das gelungen. Sie schafften es, dass nur die Thyroid-Rezeptoren im Hypothalamus angesteuert werden. Der Hypothalamus ist eine Region im Gehirn, die unter anderem eine Schlüsselrolle bei der Regulation des Appetits spielt.

Die Studie lief dabei folgendermaßen ab: 21 Mäuse wurden in zwei Gruppen unterteilt, wobei jede Maus um die 20 Gramm wog. Nur den Mäusen aus der ersten Gruppe wurden Viren injiziert, die im Gehirn die Thyroid-Rezeptoren inaktivierten. Anschließend durften beide Gruppen über mehrere Wochen so viel fressen wie sie wollten. Danach untersuchten die Forscher die Mäusegehirne, um sicherzustellen, dass die Thyroid-Rezeptoren in der ersten Gruppe in der Tat erfolgreich inaktiviert wurden. Die Forscher konnten beobachten, dass die Mäuse mit inaktivierten Thyroid-Rezeptoren sehr viel mehr Nahrung zu sich nahmen als die Mäuse aus der Kontrollgruppe. Innerhalb von 6 Wochen verdoppelten die Mäuse der ersten Gruppe ihr Gewicht jeweils auf ca. 40 g, während die Mäuse mit unveränderten Thyroid-Rezeptoren ihr Gewicht stabil bei 20 g halten konnten.

Kommentar schreiben

Klicken Sie hier, um einen Kommentar zu schreiben